Demoskopisierung der Demokratie

Was mir bei der Berichterstattung zur Kommunalwahl in Niedersachsen alles so aufgefallen ist – über „unsere Demokratie“ und „die Medien“.

Natürlich übertrieben und (m)einseitig.

Eigentlich wollte ich nur verfolgen, wie über die Kommunalwahlen in Niedersachsen berichtet wird.

Dann blieb ich an einigen Kleinigkeiten hängen.

An Überschriften und Bildern. An Prozentzahlen und Rangfolgen. An „Gewinnern“ und „Verlierern“. An der Frage, warum eine wirkliche Wahl als „Stimmungstest“ bezeichnet wird. Daran, wer gefragt wird – und wer nicht. Und schließlich daran, was das alles angeblich für die nächste Wahl, die Landespolitik oder Berlin bedeutet.

Vielleicht sind das nur Kleinigkeiten: journalistische Routinen, notwendige Vereinfachungen und technische Konventionen.

Vielleicht aber auch nicht.

Nach und nach entstand daraus die etwas sperrige Überschrift:

Demoskopisierung der Demokratie

Keine fertige These, eher eine Vermutung – und ein Anlass, genauer hinzusehen.

Was mir dabei aufgefallen ist, habe ich in zwei Momentaufnahmen festgehalten:

Beobachtungen am Tag der Wahlen

und

Am nächsten Morgen

Keine systematische Medienanalyse, kein Beweis für irgendetwas. Subjektiv ausgewählt, zugespitzt, gelegentlich polemisch und selbstverständlich (m)einseitig.

Vielleicht sind es aber Spuren.

Schauen wir mal, wohin sie führen.

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