R – Filmschaffende aus Niedersachsen

* 22.9.1955 Celle

Ernie Reinhardt wird in Celle geboren, wohnt ein paar Jahre in dem kleinen Ort Dorfmark bei Soltau, besucht das Gymnasium in Walsrode und lebt mittlerweile mit Mann und Frau und drei Kindern in Hamburg. Dort arbeitet er seit 1980 als Schauspieler und Kabarettist bei diversen freien Gruppen u.a. den „Spalding Sisters“, „Transistiv“ und dem „Hamburger Tuntenchor“. Nach unzähligen Auftritten in selbstgeschriebenen Theaterstücken – zusammen mit Partner Corny Littmann – und Soloprogrammen wird er 1988 Mitinhaber und Betreiber des Schmidt-Theaters an der Hamburger Reeperbahn.

In seiner Paraderolle als Lilo Wanders, dem schnatternden Mix aus Glamour-Diva und Kiez-Schlampe, moderiert er zahlreiche Varieté-Programme und ist gefeierter Dauergast in der „Schmidt-Mitternachts-Show“ (1990-1993). Nachdem er schon als Darsteller in Robert Berghoffs Kurzfilm THIS IS ALWAYS (1990) mitgewirkt hat, engagiert ihn Klaus Lemke als „Lollo“ für seinen Film DIE RATTE (1992). Unter der Regie von Jörg Fockele dreht Ernie Reinhardt zwei weitere Filme: ANGESICHTS IHRER FATALEN VERANLAGUNG SCHEIDET LILO WANDERS FREIWILLIG AUS DEM LEBEN (1994) und ALICE UND DER COLIFRAGOR (1995).

Doch Lilo Wanders alias Ernie Reinhardt denkt – zum Glück – gar nicht daran, freiwillig aus dem Leben zu scheiden: Seit 1994 plaudert sie in der Talkshow „Wa(h)re Liebe“ des Privatsenders Vox munter und schlagfertig wie eh und je über Sex, Love and Emotion.

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* 4.12.1951 Hannover

Michael Röhrig wächst in der Nähe von Stuttgart auf und macht in Tübingen sein Abitur. Bereits während seines Studiums der Theaterwissenschaften, Germanistik und Sprechkunde ist er in den Semesterferien Regieassistent bei verschiedenen Fernsehproduktionen. Nach seiner Promotion 1979 wird er zunächst Assistent des Geschäftsführers Dr. Günter Rohrbach bei der Bavaria-Film in München, von 1980 bis 1985 ist er dort Pressesprecher. In dieser Zeit baut er das Besucherprogramm auf, die „Bavaria-Filmtour“, und gründet die Zeitschrift „Die Klappe“.

Anschließend ist er bis zur Gründung seiner eigenen Produktionsfirma „BlueScreen“ 1993 als Dramaturg und Produzent für die Bavaria tätig. Er produziert Spielfilme und internationale Kino-Coproduktionen wie BABES IN TOYLAND (1986, Clive Donner), ZABOU (1986, Hajo Gies), ZWEI FRAUEN (1989, Carl Schenkel), BUTTERBROT (1990, Gabriel Barylli) und MR. BLUESMAN (1992, Sönke Wortmann).

Als Geschäftsführer von BlueScreen, die auch auf dem Bavaria-Gelände ansässig ist, konzentriert er sich auf die Entwicklung und Herstellung von Kino- und Fernsehfilmen.A.V.

* 16.5.1950 Osteel/ Ostfriesland

Der Schauspieler Siemen Rühaak arbeitet mit großen Theater-Regisseuren wie Heyse, Tabori und Bogdanov. Rühaak hat Engagements an zahlreichen Bühnen. Am Stadttheater Gießen inszeniert er in eigener Regie 1989 Der „Teufel in Boston“ und 1993 „Kampf der Neger und der Hunde“.

Während eines Studiums der Germanistik und Museumspädagogik beginnt Siemen Rühaak mit seiner Arbeit für das Fernsehen. Seitdem spielt er in zahlreichen Spielfilmen, u.a. SOLDATEN (1977, Peter Beauvais), GRETE MINDE (1976, Heidi Gen,e), DR. FAUSTUS (1982, Franz Seitz), KRABBENFISCHER (1985, K. Gendries).

Den Freunden des Fernsehkrimis ist der Name Rühaak durch zahlreiche Folgen von SOKO, TATORT und DER ALTE ein Begriff.

A.V.

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