Schlagwörter: Wirtschaft

Determinanten der westdeutschen Restauration 1945 bis 1949

Determinanten der westdeutschen Restauration 1945 bis 1949 So lautete der Titel eines Buches zur politisch-ökonomischen Entwicklung in den westlichen Besatzungszonen, das damals (Anfang der 70er Jahre) viel beachtet´wurde und heute fast vergessen ist. Die Autoren äußerten sich damals zu den Grundlagen...

Ein Generalstreik, der keiner sein durfte

Am November 1948 fand etwas statt, was aus dem kollektiven Gedächtnis der Bundesrepublik fast völlig verschwunden ist: ein Generalstreik, der keiner sein durfte. Und obwohl er für die gegenwärtig doch so betonte Erinnerungskultur kaum existiert, hatte dieser Generalstreik für die Vorgeschichte der Bundesrepublik in doppelter Hinsicht Bedeutung.

Wirtschaftspolitik der Regierung von Papen

Wirtschaftspolitisch war die Regierungszeit Papens durch eine Abkehr von den dirigistischen und deflationären Zielen der Vorgängerregierung gekennzeichnet. Von Papen setzte die staatlichen Sozialleistungen weiter herab, lockerte das Tarifrecht und begünstigte steuerlich die Wirtschaft. Andererseits ging er mit Staatsaufträgen zu staatlichen Ausgaben über. Der Staat gab Steuergutscheine in Höhe von 1,5 Mrd. Reichsmark für die Unternehmen aus, die damit also faktisch Steuernachlässe erhielten.

Der Charakter der Krise 1929 bis 1933: eine Systemkrise

Die Krise der Jahre 1929 bis 1933 ist nicht ausschließlich als eine Wirtschaftskrise zu begreifen, wenn diese auch die Grundlage darstellte, sondern als eine umfassende Systemkrise. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten drückten sich sofort als soziale und politische Probleme aus.

Interessenverbände der Wirtschaft und die NSDAP

Zahlreiche Interessenverbände und Klubs und Vereinigungen existierten, mit denen versucht wurde, die jeweiligen partikularen Interessen in Politik umzusetzen. Durchaus auch gegen andere Partikularinteressen. Mit dem großagrarischen „Reichslandbund“ und dem schwerindustriell dominierten „Reichsverband der deutschen Industrie“ (RDI) verfügten sie über die beiden mächtigsten Interessenverbände.

Zur Interessenlage der organisierten Arbeiterklasse

In der Wirtschaftskrise nahm die Verelendung großer Teile der Arbeiterklasse in verschärftem Tempo zu: Diese Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen vollzog sich in vier Bereichen: Erhöhung der Zahl der Arbeitslosen und Kurzarbeiter;
Herabsetzung des Reallohns der beschäftigten Arbeiter; Erhöhung der Intensität der Arbeit; Abbau der sozialen Versorgngsleistungen.