Kino in der Weimarer Republik
Kinokultur, Freizeit und städtischer Raum in Hannover
In den 1920er Jahren wurde das Kino zu einem selbstverständlichen Bestandteil städtischer Freizeit- und Massenkultur. Für Hannover sind 1926 24 Kinos mit insgesamt 13.580 Plätzen überliefert. Ihre Geschichte führt über den Film hinaus: zu Veränderungen von Arbeit und Freizeit, zur modernen City, zu unterschiedlichen sozialen Milieus und zur Frage, wie sich die räumliche und soziale Gliederung der Stadt in ihrer Kinolandschaft widerspiegelte.
Guckel, Sabine, Weltspiele Georgstraße, Kinos in Hannover, in:
Geschichtswerkstatt Hannover (Hg.), Alltag zwischen Hindenburg und
Haarmann, Hamburg 1987
Wer konnte wo ins Kino gehen?
Kino war Massenkultur, aber Kinobesuch war sozial nicht voraussetzungslos. Arbeitszeit, Einkommen, Geschlecht, Wohnort und Mobilität bestimmten die Möglichkeiten kultureller Teilhabe. Der Beitrag untersucht unterschiedliche Kinokulturen zwischen City und Wohnquartier und fragt am Beispiel Hannovers und insbesondere Lindens, wie das Kino soziale Grenzen abbildete und zugleich überschritt.
Kinotopographie Hannover 1926
24 Kinos mit 13.580 Plätzen: Wo lagen diese Lichtspielhäuser, wie groß waren sie und wer betrieb sie? Auf Grundlage der Adressbücher von 1925/26, der Stadtchronik und weiterer Quellen wird die Kinolandschaft rekonstruiert. Die Übersicht der einzelnen Häuser macht sichtbar, wie sich Innenstadt, Industrie- und Wohnquartiere unterschieden – und wird zum Ausgangspunkt einer sozialgeschichtlichen Kartierung der Stadt.
Kinoanfänge oder „Die Photographie in vollster Lebenstätigkeit“
Entwicklung der Lichspieltheater von den Anfängen bis in die Nachkriegszeit
- Wer konnte wo ins Kino gehen?
- Kinotopographie Hannover 1926
Kurzportraits ausgewählter Kinos
Kinolandschaft der Stadt


