Vorbedingungen der City-Bildung
Hannover um 1822
Die Stadtwälle werden geschleift
Adelheid von Saldern (1991)
Schon 1787 wurden hierfür die ersten Weichen von Georg III., welfischer Kurfürst und König von England, vorbereitet. Einem Erlass zufolge sollte die Residenzstadt Hannover eine Prachtstraße erhalten. Die Stadt um das Aegidientor herum musste deshalb erweitert werden. Da die Stadtbefestigung ihre Funktion im Verteidigungsfalle eingebüßt hatte, konnten die Stadtwälle geschleift werden. Die nach Georg III. benannte Straße verlief schließlich dort, wo zuvor Bastionen und Kurtinen gelegen hatten. Da die geplante Prachtstraße den Namen des Herrschers tragen sollte, stiftete dieser 14.000 Taler für die eigentliche Anlage. Zusätzlich sollte jeder 500 Taler erhalten, der hier solide bauen würde. (2)
Solche Schritte gaben zwar der späteren hannoverschen Innenstadt ein spezifisches Gepräge, lagen aber noch weit im Vorfeld von Industrialisierung und Urbanisierung und damit auch im Vorfeld der modernen City-Bildung.

