Wir Wunderkinder (1958)

Szenenfoto mit Johanna von Koczian und Hansjörg Felmy (Foto: Filminstitut Hannover)

Inhalt

Der Film erzählt die Geschichte von Hans Boeckel und seinem Mitschüler Bruno Tiches über einen Zeitraum von vierzig Jahren, von der Ära Wilhelms II. bis in die Wirtschaftswunderzeit nach dem 2. Weltkrieg. Die verbindende Rahmenhandlung wird dabei von einem „Erklärer“ und einem ihn begleitenden Klavierspieler gestellt. Schon während der gemeinsamen Schulzeit beweist Bruno Talent, sich nach den Zeichen der Zeit zu richten. Während Hans studiert und sich in Vera verliebt, beginnt Bruno mit den Nationalsozialisten zu sympathisieren und tritt der NSDAP bei. Hans und Vera verloben sich, doch dann erkrankt Vera und muss in ein Sanatorium. Kurze Zeit später lernt Hans auf einer Faschingsfeier eine dänische Austauschstudentin namens Kirsten kennen. Hans ist Vera jedoch treu. Als Vera wieder gesund ist, machen sie und Hans Urlaub in Italien. Dabei stellen sie fest, dass nicht mehr zusammenpassen und trennen sich. Durch Bruno verliert Hans kurz darauf seine Arbeit bei einer Tageszeitung. So findet ihn Kirsten, die zwischenzeitlich nach Hause zurückgegangen war, bei ihrer Rückkehr in einer Buchhandlung, wo er Bücher in Kisten packt. Sie nimmt ihn nach Dänemark mit, wo sie heiraten. Kurz nach Kriegsende treffen sich Bruno und Hans wieder. Bruno, der sich als Schwarzmarkthändler betätigt, geht es wieder gut, Hans lebt mit Kirsten und ihren zwei Kindern zur Untermiete in einem kleinen Zimmer auf dem Land. Ein paar Jahre später, während des Wirtschaftswunders, schreibt Hans für die Zeitung, bei der er arbeitet, einen Artikel über die Vergangenheit von Bruno, der inzwischen unter anderem Namen wieder Karriere gemacht hat. Bruno beschwert sich daraufhin persönlich bei Hans‘ Vorgesetztem, der Hans hinzuruft. Hans lässt sich jedoch von Bruno nicht mehr einschüchtern und verweigert die verlangte Gegendarstellung. Vor lauter Wut übersieht Bruno nach seinem Abgang daraufhin ein Warnschild am Aufzug und stürzt in den Schacht.



Regie: Kurt Hoffmann
Regie-Assistenz: Wolfgang Kühnlenz, Manfred Kercher
Buch: Heinz Pauck, Günter Neumann; nach dem Roman von Hugo Hartung
Kamera: Richard Angst.
Kamera-Assistenz: Alfred Westphal, Kurt Pfändler
Standfotos: Ferdinand Rotzinger
Bauten: Franz Bi, Max Seefelder
Requisite: Waldemar Hinrichs (Außen), Taute (Innen).
Kostüme: Elisabeth Urbancic; Assistenz: Vera Otto.
Maske: Georg Jauss, Gertrud Weinz(-Werner), Klara (Walzel)-Kraft.
Schnitt: Hilwa von Boro; Assistenz: Sophie Weber.
Ton: Walter Rühland.
Musik: Franz Grothe.

Darsteller:

Hansjorg Felmy (Hans Boeckel)
Robert Graf (Bruno Tiches)
Johanna von Koczian (Kirsten)
Wera Frydtberg (Vera)
Elisabeth Flickenschildt (Frau Meisegeier)
Ingrid Pan (Doddy Meisegeier)
Ingrid van Bergen (Evelyne Meisegeier/Tiches), Jürgen Goslar (Schally Meisegeier)
Tatjana Sais (Frau Hafling)
Liesl Karlstadt (Frau Roselieb)
Michl Lang (Herr Roselieb)
Wolfgang Neuss (Erklärer)
Wolfgang Müller (Hugo)
Peter Lühr (Chefredakteur Vogel)
Hans Leibelt (Her Lüttjensee)
Lina Carstens (Bäuerin Vette)
Pinkas Braun (Siegfried Stein)
Ernst Schlott (Dr. Sinsberg)
Ralf Wolter („letzter Mann“)
Horst Tappert (Lehrer Schindler)
Franz Fröhlich (Obsthändler)
Ludwig Schmid-Wildy (alter Herr)
Karl Lieffen (Obmann Wehackel)
Otto Brüggemann (Dr. Engler)
Michael Burk, Rainer Penkert, Fritz Korn (Studenten-Kabarettisten)

Produktion: Filmaufbau GmbH, Göttingen
Produzent: Hans Abich, Rolf Thiele
Gesamtleitung: Hans Abich
Produtionsleilung; Eberhard Krause
Aufnahmeleitung: Frank Roell, Kurt Zeimert
Drehzeit: ab 13.5. 1958.
Drehort: Atelier München-Geiselgasteig;
Außenauftahmen: München, Verona, Sizilien, Dänemark.
Länge: 107 min, 2934 m.
Format: 35mm, s/w, 1 : 1.33.
Uraufführung: 28.10. 1958, München (SendIinger Tor-Lichtspiele)

Auszeichnungen:

  • Deutscher FiImpreis 1959: Filmband in SiIber (Produktion), Filmband in Silber (Bester Nachwuchsdarsteller) an Robert Graf.
  • Preis der deutschen Filmkritik an Johanna von
    Koczian.
  • IFF Acapulco 1959: Großer Preis.
  • IFF Moskau 1959: Großer Preis.
  • Golden Globe 1960.

Fotografien in der Galerie: Filminstitut Hannover

Nach einer selbstauferlegten einjährigen Produktionspause konnte die Filmaufbau GmbH Göttingen mit dem Gewinn aus der Verfilmung des Films „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ ihre Produktionstätigkeit mit der Verfilmung des Romans „Wir Wunderkinder“ von Hugo Hartung wieder aufnehmen. An den Stoff wagt sich Kurt Hoffmann, der Filmregisseur mit dem „sechsten Sinn für das Heitere“ (FAZ), ein Jahr nach der Veröffentlichung des Romans. 40 Jahre deutsche Geschichte gilt es auf Kinofilmlänge zu bringen. Hoffmann löst das Problem, indem er in einer Rahmenhandlung das Geschehen durch zwei Bänkelsänger (Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller) kommentieren lässt.

Der Film war eine Auftragsproduktion der Filmaufbau GmbH für den Constantin Filmverleih. Dadurch trug die Filmaufbau GmbH kein eigenes Risiko, da ihr die Handlungsunkosten erstattet wurden. Die Gewinnbeteiligung war allerdings dementsprechend gering. Nach der Uraufführung am 28.10.1958 entwickelte sich der Film zu einem grossen kommerziellen Erfolg im In- und Ausland. Er erhielt den Bundesfilmpreis 1959 und Auszeichnungen auf den Filmfestspielen in Moskau und Acapulco. Zudem wurde der Drehbuchautor Kurt Hoffman mit dem „Golden Globe“ ausgezeichnet. Von der damaligen Tages- und Fachpresse wurde der Film zumeist positiv kritisiert. Nur die allzu oberflächliche Darstellung der geschichtlichen Hintergründe wurde bemängelt, da sie z.B. den Nationalsozialismus als eine Art „Betriebsunfall“ erscheinen ließ.

Erinnerungen von Hansjörg Felmy

Wir vier: Johannavon Koczian, Wera Frydberg, Robert Garf und ich trafen uns vier Wochen vor Drehbeginn beim Regisseur Kurt Hoffmann zum Kaffe und sprachen über das Drehbuch. Pauck, Neumann und Hoffmann hatten ein so kongeniales Buch zum Roman von Hugo Hartung geschrieben, daß es nicht ein Komma zu verändern galt. Ich habe das später nur noch einma bei den BUDDENBROOKS erlebt. Es war eine pure Freude.

Nächsten Tags ging’s ins Atelier zu den Vorproben. Alle großen wichtigen Szenen wurden vorprobiert nur in Anwesenheit vom Regisseur, Kameramann, Oberbeleuchter, Tonmeister und Maskenbildner. Und dann erst, nachdem alles gründlich vorgearbeitet war, ging es an die eigentliche Dreharbeit in der dann fertigen Dekoaration. Diese Sorgfalt ist leider heute aus Geldmangel und Dilettantismus nicht mehr möglich. Schade! Aber schön, daß ich es erleben durfte! Die Außenaufnahmen bedurften natürlich entsprechenden Wetters, aber wir hatten in diesem Sommer Glück und es gab keine Verzögerungen.

Heute noch möchte ich mich ausdrücklich bei allen Mitarbeitern, nicht nur bei meinen wunderbaren Schauspielkollegen, ganz herzlich bedanken für diese so sehr gelungene Filmarbeit.

Bei einigen kann ich es nicht mehr.


aus: Erinnerungen an die „Wunderkinder“. Hansjörg Felmy denkt an die Dreharbeiten zurück. In: Wir Wunderkinder. 100 Jahre Filmproduktion in N iedersachsenHrsg. v. d. Gesellschaft für Filmstudien. Redaktion: Susanne Höbermann, Pamela Müller, Hannover 1998, S. 79

Wera Frydberg, Hansjoerg Felmy und Kurt Hoffmann (Filminstitut Hannover)
Hansjoerg Felmy und Robert Graf (Filminstitut Hannover)

Erinnerungen des Produzenten Hans Abich

Zur Zeit der Herstellung dieses Spielfilms besteht beträchtliche Distanz. 1958 hatte ich den letzten von vier Filmen für die Bavaria in München-Geiselgasteig als Gastproduzent zustandegebracht, da „absolvierte die Filmaufbau GmbH eines der aktivsten Produktionsjahre ihrer Firmengeschichte“, wie Susanne Fuhrmann in ihrer Chronik „Zur Geschichte der Filmaufbau GmbH Göttingen“ feststellte, welche sie im Auftrage der Gesellschaft für Filmstudien e.V. Hannover, 1993 abschloß.


aus: Unsere Produktion „Wir Wunderkinder“. Hans Abich, Produzent der Filmaufbau GmbH Göttingen, erinnert sich. In:Wir Wunderkinder. 100 Jahre Filmproduktion in N iedersachsenHrsg. v. d. Gesellschaft für Filmstudien. Redaktion: Susanne Höbermann, Pamela Müller, Hannover 1998, S. 81-83

EIR WUNDERKINDER ist der erste deutsche Film, der nach 1945 in Israel aufgeführt wird. Er gewinnt mehrere Preise im In- und Ausland. Einige zeitgenössische Pressestimmen bemängeln zwar die zu „schwarz-weiß gezeichneten Charaktere“ und den „für eine Satire zu versöhnlichen Grundtenor“. Doch gerade für die Leichtigkeit, mit der Hoffmann das ernste Thema inszeniert, erntet er auch viel Lob: „Der Rückblick, den Hoffmann tut, ist ein schmunzelnder Rückblick, wenngleich niemals so unverbindlich heiter, dass er verniedlichen würde. Hinter Scherz, Satire und Ironie steht auch hier – die tiefere Bedeutung.“ (Neue Berliner Woche vom 14.11.58)

Der Bewertungsausschuss würdigt damit den Versuch, ein halbes Jahrhundert deutscher Geschichte in kabarettistisch -glossierender Form darzustellen. Die locker gefügte Szenenfolge lässt zwei Komponenten erkennen: einmal die „Montage“ zeitgeschichtlicher Vorgänge und zum anderen die Abhandlung eines privaten Schicksals. Diese zwei Wirklichkeitsebenen werden einander in Bänkelsängermanier gegenübergestellt. Daraus ergibt sich eine Bilderbogengeschichte im Kostüm der Moritat. Die kabarettistische Ironie vermag der geschichtlichen Realität zwar manchen witzigen Effekt abzugewinnen, doch gleitet sie bisweilen allzu deutlich in die überzeichnete Karikatur ab. Das wirkt sich in gewisser Weise nachteilig auf die Darstellung der national-sozialistischen Phänomene aus. Diese finden ihre Verkörperung in der Figur des von Anfang an rabaukenhaften Herrn Tiches, der es zu einer hohen Funktion in der braunen Diktatur bringt. Ihm ist als eine Art Gegenspieler sein ehemaliger Klassenkamerad Dr. Böckel gegenübergestellt. Dieser wiederum symbolisiert den „anständigen“ Deutschen. Während nun aber die private Lebenssphäre Dr. Böckels völlig realistisch dargestellt wird, sind die Akteure und Statisten der national-sozialistischen Herrschaft so stark karikiert, dass sie keine leibhaftigen Gegenspieler mehr abgeben, sondern Popanze und Gespenster, die es wenig glaubhaft erscheinen lassen, dass sie im Grunde ja die verwerflichen Statthalter und Funktionäre des Verbrechens sind. Es wäre nach Auffassung des Bewertungsausschusses dem Thema dienlicher gewesen, wenn mit der gleichen Gewichtigkeit, mit der die Szenen im Bereich des privaten Schicksals geprägt sind, auch die historische Kulisse gezeichnet worden wäre. Offenbar trägt die kabarettistische Überzeichnung der einen Seite daran Schuld, dass plötzlich das vielberufene, vielverleumdete sogenannte Wirtschaftswunder für das grausige politische Versagen des deutschen Volkes herhalten muss. (Der die Katastrophe überlebende ehemalige Obernazi Tiches avanciert zum bundesrepublikanischen Generaldirektor, der bereits wie der Drohungen aussprechen darf, die sich gegen die Existenz des Dr. Böckel richten.) Hier enthält der Film ganz offensichtlich einen schlimmen Denkfehler, ja einen Kurzschluss, in dem er nämlich glauben machen möchte, dass der Typus des überlebenden Nazis und der Typus des Wirtschaftswunder-Kapitäns miteinander identisch seien. Zwar bricht sich Tiches als der ewige Konjunkturist durch einen Sturz in den Fahrstuhlschacht den Hals, aber der Film lässt die Möglichkeit offen, dass der stupide Konjunkturist für die demokratische Gesellschaftsordnung schlechthin bestimmend bleibt. Der deus-ex-machina-Schluss des Films ist zwar als kabarettistische Pointe gerade noch erträglich, stellt aber eine gefährliche posthume Verharmlosung des Nationalsozialismus dar, wie der Filmschluss dann überhaupt erkennen lässt, das eine geistige Auseinandersetzung mit der Vergangenheit unterbleibt und dass der Film nicht einmal dazu herausfordern möchte. Die instinktlose Begräbnisszene erweckt den Eindruck, als gebe es eine Solidarität der Konjunkturisten unter dem Segen der politisch bestimmenden Kreise von heute. Ist das Wirtschaftswunder (als die Summe unserer Anstrengungen) wirklich eine Spätblüte des Nationalsozialismus?

Wenn der Film trotz der hier aufgezeigten stilistischen und formalen Mängel das Prädikat wertvoll erhält, so deshalb, weil er in formaler Hinsicht eine geschlossene Leistung darstellt, wie sie historisierende Filme dieser Art selten erreichen. Der Film besitzt Witz und manche Treffsicherheit bei der Glossierung zeitgeschichtlicher Erscheinungen, und er bringt diesen Witz auch in der Fotografie zum Ausdruck. Die Fäden der Handlung sind präzis geknüpft, und die Regie stellt ein gediegenes Ensemblespiel auf die Beine, das eine Fülle beachtlicher schauspielerischer Einzelleistungen enthält. Hier verdienen vor allem die Leistungen von Robert Graf, Johanna von Koczian, Elisabeth Flickenschildt und Hansjörg Felmy hervorgehoben zu werden. Die Besetzung ist bis in die Nebenrollen hinein durchdacht und gut getroffen. Auch vom Schnitt her beweist der Film seinen kabarettistischen Pfiff und eine gediegene dramaturgische Durchformung.

Kurt Hoffmann, der Filmregisseur mit dem sechsten Sinn für das Heitere, hat seinen besonderen Stil: den der fröhlichen Bänkelsängerei. Aber er ist intelligent genug, um genau zu wissen, daß nichts so schwer ist wie das leichte Genre. Um die Leute im Parkett das Lächelnzu lehren, muß man über eines verfügen: über eine große Portion Ernst. Beides wirft er wieder in die Waagschale: seinen Leinwandstil der komischen Moritat und seinen hartnäckigen, intelligenten Ernst, wenn er das Leichte produziert. Das eine ist in diesem seinem neuen Werk wieder brillant: ein Filmkabarett mit Kapriolen und Purzelbäumen in Regie und Kamera: nie sahen wir Hoffrnanns heitere Jacht so munter über die Untiefen der Zeit vorübersegeln wie hier. Das andere aber stimmt nachdenklich. Der Ernst, mit dem das Heitere behandelt wird, stimmt nicht froh. Woran liegt es, was ist bei dieser Satire aufdie letzten vierzig
Jahre unseres deutschen Daseins so befreiend, was so schief?

Es liegt an der Zeit, an der vergangenen und an der gegenwärtigen. Und es liegt am Stoff. Der stammt von Hugo Hartung, dem geistigen Vater des ungarischen Mädchens Piroschka. „Wir Wunderkinder“ heißt sein jüngster Roman, der im Vorjahr erschienen ist und hier auf die Leinwand übertragen wurde.

Hartung hat ihn die „dennoch heitere Geschichte unseres Lebens“ genannt: ein Stück Selbstbiographie, ein paar Blätter der Chronik einer Generation, die vom Kaiserreich ins Wirtschaftswunderland gelangte. Nichts sei dagegen gesagt, daß einer versucht, den bitteren Knödel im Hals unseres Volkes mit einem prickelnden literarischen oder filmischen Trunk hinwegzuspülen. Wir schlucken und sind fröhlich, daß wir wieder schlucken können. Aber, weiß der Kukkuck,
er will nicht rutschen, der Knödel, er ist zu dick. Und die Zeit, die aus den Fugen war, ist wohl nicht wieder einzurenken, wenn wir bloß über den Mann aus Braunau und seinen schwarzen Schnurrbart einen Moritatensong von der
Leinwand hören. So einfach geht das nicht. Bei der Zeitsatire tut’s die Liebenswürdigkeit allein nicht.

Das soll uns freilich nicht hindem zu sagen, daß hier in der Form einer der amüsantesten Filme unserer deutschen Produktion vorliegt. Es wird im Bänkelsänger- und Schauerballadenton die Geschichte zweier „typischer“ Deutscher erzählt. Der eine, Zivilist und Herr von verträumtem Idealismus, wandelt als ein Parzival durch die Erdrutsche unserer Tage. Der andere ist ein
zackiger Karrieremacher der braunen Front, ein Stehaufmännchen zwischen Politik und Krieg. Es geht leider nicht ohne Schwarz und Weiß ab. Der Anständige wurschtelt sich so fatal anständig durch. Und der Marschierer trampelt stramm in die Karikatur.

Friedrich A. Wagner, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. 1 I I 958

Diese Helden sind keine Helden

Kurt Hoffmann und sein neues Spiel „Wir Wunderkinder“ finden starke Beachtung

Neu in Deutschland

Die Verbildlichung des Romans von Hugo Hartung unter der Obhut des deutschen Lustspielspezialisten Kurt Hoffmann („Wirtshaus im Spessart“) soll als löbliche Aufforderung an politisch frommes Bürgertum verstanden sein, fürwitzigen Nazis und emsigen Karrieremachern endlich Einhalt zu gebieten. Die Mitarbeit des Kabarettisten Günter Neumann („Berliner Ballade“) an dieser beschaulichen Lebens- und Liebesgeschichte zweier Deutscher wird zwar in einigen Songs und Dialogen spürbar, konnte aber offenbar krasse Verniedlichungen nicht vermeiden. Der Berliner Bühnen-Schwarm Johanna von Koczian nutzt – publikumswirksam radebrechend – die Possierlichkeit der weiblichen Hauptrolle.

Der Spiegel Nr. 45, 5.11.1958

Nachdem über ein Nachkriegs-Jahrzehnt lang die vorherrschende Empfindung des deutschen Films angesichts des deutschen „Schicksals“ das Selbstmitleid gewesen war, wirkte ein selbstironischer Film wie WIR WUNDERKINDER wie ein wahres Wunder. Noch verwunderlicher war, daß man diese von der Welt beruhigt und beifällig aufgenommene Satire auf die Kinder des Nazireiches und des Wirtschaftswunders einem Mann verdankt, der in seinem qualitativ wie quantitativ ganz ansehnlichem Oeuvre bislang keinerlei Interesse für Politik und als eher bürgerlich-konservative Figur auch keine Neigung zur Satire hatte erkennen lassen. Es muß einmal gesagt werden, daß die ausgewiesenen politischen Satiriker Helmut Käutner und Wolfgang Staudte diesen Film nicht besser gemacht hätten, eher im Gegenteil. Seine bürgerliche Bravheit hat Hoffmann freilich dazu verführt, viel zu lieb mit seinem „guten Deutschen“, der Felmy-Figur Hans Boeckel umzugehen; hier liegt die große Schwäche des Films, die es auch dem alten Selbstmitleid gestattet, sich wieder Bahn zu brechen. (…)

aus: Christa Bandmann/Joe Hembus: Klassiker des deutschen Tonfilms, München 1980, S. 185

Notiz zum Film [1982]

In der teilweise phantasievollen Satire mit Ansätzen zur Zeitkritik wird der Nationalsozialismus zu einer Angelegenheit des indi­viduellen Charakters: Bruno ist von Anfang an „schlecht“, ein Opportu­nist, der deshalb zum Nationalsozialismus tendiert – Hans hingegen ein empfindsamer Mensch und deshalb als Nicht-Nazi definiert. Gleichwohl wurde der kabarettistische Film der erste in Ost und West gleich aner­kannte Film der bundesrepublikanischen Produktion (er war der erste bundesdeutsche Film, der in Israels Kinos kam).

Ebenso wie für Kurt Hoffmanns Puszta-Romanze „Ich denke oft an Piroschka“ (1955) lieferte auch für diesen Film Hugo Härtung mit einem Ich-Roman die literarische Vorlage. Um im Drehbuch die Zeitbrücke von 1913 über die Weimarer Republik und die Nazijahre bis zum Wirtschaftswunder in den 50er Jahren zu schlagen, wurden zwei kabarettistische Kommenta­toren (Wolfgang Neuß und Wolfgang Müller) eingeführt, die im Stile und in der Aufmachung alter Stummfilmerklärer die Handlung von Ort zu Ort, von Jahr zu Jahr und von Schicksal zu Schicksal führen. (Dieses Stil­mittel erlaubte es sogar, eine neue französische Version mit zwei Pa­riser Kabarettisten, anstelle von Neuß und Müller, herzustellen.

Hugo Härtung: „Auch ist das Zwielichtige jener bitteren Satire erhal­ten geblieben, die mich mein Buch ‚den dennoch heiteren Roman unseres Lebens‘ nennen ließ, und welche 1956 die Juroren mit bestimmt haben mag, ihm den ‚Heinrich-Droste-Literaturpreis für den besten zeitge­schichtlichen humoristischen Roman1 zu verleihen.“


Zentrale Filmografie Politische Bildung. Hrsg. vom Institut Jugend Film Fernsehen, München, Band II: 1982, S. 242

„(…)Hoffman war kein Poltergeist und Bilderstürmer, kein Spruchbandträger, seine Filme waren nicht in Kupfervitriol getaucht, sondern eher in die Milch der braven Denkungsart. Diejenigen seiner Kritiker aber, die meinten, seine Filme seien gesinnungslos, weil sie so hingetupft und mühelos wirkten, saßen dem urdeutschen Irrtum auf, der alles, was leicht ist, für seicht hält. Daß dem nicht so ist, beweist er in seinem  besten Film, der wahrscheinlich einer der besten deutschen Nachkriegsfilme überhaupt ist: WIR WUNDERKINDER (1958). Dieser Film verfolgte und kommentierte die Lebenswege eines Opportunisten und eines ‚guten Deutschen‘ von Kaiser Wilhelm II. bis in die Nachkriegszeit. Er erhielt in Hollywood wie in Moskau Auszeichnungen, er war der erste bundesdeutsche Spielfilm, der in Israel gezeigt wurde, die DDR-Presse bescheinigte ihm ‚einen gewissn Erkenntniswert‘, die Filmbewertungsstelle jedoch konnte sich lediglich ein ‚wertvoll‘ abringen.

WIR WUNDERKINDER war ein Familienfilm besonderer Art. Mit ihm konnte sich eine ganze Generation identifizieren, in ihn schickten Eltern ihre Kinder, wenn ihnen auf die Frage ‚was habt ihr unter Hitlerr gemacht?‘ Atem und Argumente ausgingen.

In WIR WUNDERKINDER zeigte Hoffman Flagge. Dieser Film kniff nicht, drückte sich nicht vor Unangenehmen, wie dies zwei Jahre später Wolfgang Libeneiner tat, als er in dem Ruth-Leuwerik-Film EINE FRAU FÜRS GANZE LEBEN mit keckem Schwung den ersten und zweiten weltkrieg samt Nazizeit übersprang.“


aus: Wolfgang Barthel: So war es wirklich. Der deutsch Nachkriegsfilm. München/Berlin 1986, S.284/85

Wir Wunderkinder [2007]

Der kleine Steppke will gerade den Bogen an seine Dreiviertelgeige setzen, da wird er von Wolfgang Neuss rüde aus dem Kinosaal gewiesen: Kurt Hoffmanns Deutschland-Revue, für die dieser Trailer warb, war nichts für Wunderkinder. Und die kamen im Film auch gar nicht vor. „Wir Wunderkinder“, nach dem Roman von Hugo Hartung, nahm Durchschnittsfiguren aufs Korn. „Es ist ein Wunder, dass wir Kinder des 20. Jahrhunderts noch leben“, erläutern die „Conférenciers“ dieser Deutschland-Revue den Titel – es sind die Kabarettisten Wolfgang Müller und Wolfgang Neuss, die mit ihren Zwischenrufen und Couplets dem Rückblick auf 30 Jahre deutscher Geschichte seine besondere Würze geben. Der Filmsatire „Wir Wunderkinder“, (…) kommt nicht nur künstlerische, sondern auch besondere historische Bedeutung zu: Derart unverblümt wie hier wurde selten im Nachkriegskino über Hitler und seine Gefolgschaft gelästert – und darüber, wie die alten Nazis sich in neuen Positionen breit machten.

„Was mir vorschwebte, war die ausgewogene Mischung von Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung“, erklärte Regisseur Kurt Hoffmann (1910-2001), der mit Wolfgang Staudte und Helmut Käutner zu den bedeutendsten Regisseuren der unmittelbaren Nachkriegszeit gehörte. Für heutige Ansprüche mögen die Anspielungen auf den Holocaust (den eine jüdische Nebenfigur überlebt), auf Naziterror und Bombenkrieg allzu verhalten ausfallen. Für die ambitionierten Macher der „Wunderkinder“ war diese Art, historische Ungeheuerlichkeiten und politische Kommentare in eine private Liebes- und Rivalengeschichte einzubauen, der einzig gangbare Weg, um überhaupt ein großes Publikum zu erreichen.

Das aus Jungstars und alten Komödianten wie Liesl Karlstadt oder Elisabeth Flickenschildt gemischte Ensemble kann sich heute noch sehen lassen. Und der junge Hansjörg Felmy durfte als sympathischer Feuilletonist Boeckel endlich die schneidigen Militär-Rollen abstreifen, auf die er zuvor abonniert war. Boeckel ist ein von der braunen Politik angewiderter Schöngeist und Literaturkritiker, der die Zeichen der Zeit dennoch übersieht und ohnehin von der Liebe zu zwei schönen Frauen (Wera Frydtberg und Johanna von Koczian) vollkommen absorbiert ist. „Innere Emigration“ wird hier als edelmütiges Verhalten präsentiert, während die stille Mehrheit der Mitläufer im Film nicht vorkommt.

Dafür tritt natürlich der aalglatte Nazi auf, trefflich gespielt von Hans Graf (dem 1966 früh verstorbenen Vater von Dominik Graf). Dieser Bruno Tiches ist Boeckels gerissener Schulfreund, der zum NS-Hauptstellenleiter und später zum „unpolitischen“ Kriegsgewinnler mutiert. Dass Tiches kurz nach dem Krieg flugs wieder obenauf und hoch angesehen ist, entsprach der weithin verdrängten Wirklichkeit: viele Altnazis wechselten einfach Namen und Identität. Schwamm drüber. Auf ins Wirtschaftswunder! „Jetzt gibt´s im Laden / Karbonaden schon / und Räucherflunder“, reimen „Die zwei Wolfgangs“ mit aufgesetzter Fröhlichkeit. Und auch das faule „Happy End“ dient ihnen als Anlass einer gesellschaftskritischen Bestandsaufnahme der späten 50er Jahre: Bevor der einflussreiche Tiches nämlich den kritischen Journalisten Boeckeler mundtot machen kann, stürzt er in einen Fahrstuhlschacht. Wolfgang Neuss’ Nekrolog lautet folgendermaßen: „Bruno Tiches ist verschieden. Aber Verschiedene seines Schlages leben weiter. So viele Fahrstühle können ja auch gar nicht repariert werden.“

Jens Hinrichsen in: film-dienst 10/2007

1913 Neustadt an der Nitze ist keine berühmte Stadt. Weder war Goethe dort  zu Besuch, noch wurde in der Umgebung je eine Schlacht geschlagen, die in die Weltgeschichte eingegangen ist. Neustadt an der Nitze hat eine Garnison und ein Gymnasium, valerlandische Verbände, Gesangsvereine, kaisertreue Bürger, eine unbedeutende Anzahl von Sozialdemokraten und außerdem die Meisegeiers. Frau Meisegeier und ihre Kinder, unter ihnen Scholly, Evelyne und Doddy. Die Meisegeiers sind keine Familie, sondern eine Brut, die sich rätselhafterweise erstaunlich vermehrt, obgleich es keinen Herrn Meisegeier gibt. Beim Ballonaufstieg zur Jahrhundertfeier der Völkerschlacht bei Leipzig treten die Tertianer Hans Boeckel und Bruno Tiches erstmals ins Bild. Beim Versuch, sich in den Ballonkorb zu schmuggeln, wird Hans Boeckel erwischt und demgemäß bestraft, Bruno Tiches
hingegen erst hoch in den Lüften entdeckt und für seinen vaterländischen Eifer gelobt, nachdem er davon berichtet, dem Kaiser ins blaue Herrscherauge geblickt und ihm ewige Treue geschworen zu haben. Was für Bruno zu den schönsten Hoffnungen berechtigt.

1923 Zehn Jahre  später gibt es in Neustadt an der Nitze einige Sozialdemokraten mehr und einige vaterländischen Verbände weniger. Bruno Tiches hat
einen neuen Treueschwur geleistet. Diesmal der deutschen Republik. Als zielstrebiger Lehrling im Bankhaus Stein & Co. ist er dabei, mit Frau Meisegeier flotte Aktiengeschäfte zu tätigen, die etwas einbringen. Sehr viel mehr jedenfalls, als dem Werkstudenten Hans Boeckel in München der Verkaufvon Zeilunge inbringt. Bruno Tiches ist erfolgreich, Hans Boeckel verliebt in die schöne Vera von Lieven. Sie studiert Kunstgeschichte und ist außerdem mit Hans sehr glücklich, was beiden nicht schwerfällt, weil junge Menschen das Glück nicht zu lernen brauchen. Da indessen jede Jugendliebe einmal enden muß, weil sie ja sonst keine Jugendliebe mehr wäre, fällt auch die geplante Feier zum bestandenen Doktorexamen Hans Boeckels ins Wasser der Enttäuschung. Vera trifft keine Schuld. Wie so oft im Leben, ist auch hier das Schicksal stärker.

1933 Das deutsche Schicksalsjahr meint es anfänglich noch gut mit Hans Boeckel und beschert ihm das Mädchen Kirsten, das sich auf den Schoß setzt und behauptet: „Isch bin eine Dänemärkerin.“ Da dies im Münchener Fasching geschieht, darf sie es. Damit aber sind die Wohltaten des Jahres 1933 für Hans Boeckel auch schon zu Ende während die Zukunft für Bruno Tiches erst beginnt. Da er die richtige Uniform trägt und wieder einmal bereit ist, ewige Treue zu schwören – diesmal dem Führer -, steht seiner Korriere nichts mehr im Wege, Mit ihm kommen die Meisegeiers hoch, denn Bruno hat Evelyne geheiratet, was ihn nicht hindert, Doddy recht appetiltlich zu finden. Scholly Meisegeier ist bei der SS, Frau Meisegeier in der Frauenschaft, wo sie ledige Mütter betreut, ein Gebiet, auf dem sie Erfahrung hat. Hons Boeckel hingegen ist gar nichts, höchstens ein lntellektueller, weshalb er auch recht bald seine Stellung bei der Zeitung verliert. Eines
Tages liest ihn Kirsten auf und nimmt ihn mit nach Dänemark. Dorl heiratet sie ihn kurzerhand. Womit wieder einmal bewiesen wäre, daß Männer zu ihrem Glück gezwungen werden müssen.

1945 Als der Krieg vorüber ist, gibt es in Neustadt an der Nitze einige Trümmer, recht wenig Kalorien, sehr viel Demokratie und überhaupt keine vaterländischen Verbände mehr. Hans Boeckel trägt einen umgearbeiteten Soldatenrock und ist mit einem Handwägelchen unterwegs, für Kirsten und seine beiden Kinder den letzten Teppich gegen Eier zu tauschen. Derweilen ist Bruno Tiches mit einem Auto schon wieder ,,Unternehmer“. Diesmal hat er nicht nur die Weltanschauung, sondern auch den Namen gewechselt. Er handelt mit Töpfen, Amizigaretten und Kaffee. Es geht ihm gut.

1955 Zehn Jahre später geht es ihm noch besser. Bruno Tiche fährt jetzt einen Mercedes 300, hat die Managerkrankheit und nebenbei Doddy, außerdem Beziehungen und politischen Einfluß, und gilt als einer der Erfinder des deutschen Wirtschaftswunders. Hans Boeckel geht es ebenfalls besser, wenn auch nicht so gut wie Bruno. Er ist schließlich Journalist und kein Generaldirektor. Eines Tages schreibt er in seiner Zeitung, was er von Bruno Tiches hält. Er hält nicht viel von ihm. Weshalb Bruno Tiches sofortige Wiedergutmachung verlangt. Aber Hans Boekkel
hat es immer noch nicht gelernt, strammzustehen. Er weiß nur, daß man dazu nicht schweigen, sondern solchen Typen kräftig auf die Finger klopfen soll, damit ihnen alle Lust vergeht, jemals wieder ins Spiel zu kommen, und er klopft ihm zum erslenmal auf die Finger. Wütend verläßt Bruno Tiches die Redaktion, wütend reißt er die Tür zum Fahrstuhl auf und steigt ein. Der Fahrstuhl ist außer Betrieb. So geht es mit
Bruno Tiches abwärts. Diesmal für immer. Dafür hat er eine große Beerdigung mit vielen Herren im schwarzen Zylinder und feierlichen Trauermienen und die Ansprache eines , diein dem Bekenntnis gipfelt: ,,ln seinem Sinne wollen wir weiterleben !“


Die Helden unserer Geschichte haben eines gemeinsam:
sie sind keine Helden

HANS BÖECKEL ist ein Mensch von anständiger Gesinnung und heiterem Gemüt. BRUNO TICHES hat die Gesinnung, die gerade gefragt ist, und Gemüt nur, wenn es ihm nutzt.
Als Schuljunge macht  Hans ebenso brav seine Aufgaben wie Dummheiten. Für die Dummheiten wird er natürlich bestraft Als Schuljunge sah es Bruno als seine Aufgabe an, Dummheiten zu machen. Für die Dummheiten wurde er obendrein belohnt.
In der Inflation verkaufte Hans Zeitungen, um recht und schlecht studieren zu können. Er wute nicht einmal, ob die Zeitungen zur Rechten oder zur Linken gehörten. In der Inflation verkaufte Bruno Aktien und Devisen, um gut und teuer leben zu können. Er verdiente viel, weil seine Rechte nie wußte, was die Linke tat.
Wenn Hans sich verliebte, hatte er es nicht leicht. Denn er verliebte sich nur in Mädchen, die es ernst meinten. Wenn Bruno sich verliebte, meinte er es nicht ernst. Denn er verliebte sich nur in leichte Mädchen.
Hans war Zivilist. Sein Lieblingslied war „Freude, schöner Götterfunken“. Brunos Uniform wurde immer prächtiger. Sein Lieblingslied war „O du schöner Westerwald“.
Hans verlor seine Stellung, weil er nicht richtig strammstehen konnte. Bruno stand so lange stramm, bis alle Stellungen verloren waren.
Nach dem Krieg konnte es Hans wieder zu etwas bringen. Das ist das deutsche Wunder. Nach dem Krieg konnte es Bruno wieder zu etwas bringen. Das ist auch ein deutsches Wunder.
Hans ist das, was man einen typischen Deutschen nennt. Bruno ist das, was man einen typischen Deutschen nennt.
   

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