Dieser Mann gehört mir (1950)

Foto: Filminstitut Hannover

Inhalt

Landarzt Löhnefink ist ein eingefleischter Junggeselle, und seine Wirtin Fita eine heiratslustige und kinderreiche Witwe, die hartnäckig zahlreiche Versuche unternimmt, ihn zum Standesamt zu bringen. Für den Doktor ist sie nicht die Richtige und er wehrt sich tapfer, doch als sich die hübsche Gretl einschaltet, Nichte eines Freundes und Sekretärin in einem Eheanbahnungsinstitut, da muss Löhnefink sich dann doch geschlagen geben – weil Gretl ihn gleich selbst heiratet.

Arbeitstitel: DAS VERGNÜGLICHE LEBEN DER DOKTORIN LÖHNEFINK
Regie: Paul Verhoeven
Regieassistenz: Rolf v. Schmid-Pauli
Buch: Carl Friedrich Lustigh (Gustav Fröhlich)
Kamera: Igor Oberberg
Kameraassistenz: Walter lkisch, Hans Joachim Degler
Bauten: Erich Grave
Maskenbildner: Blanche Klink, Alois Woppmann
Schnitt: Martha Dübber
Ton. Martin Müller
Musik: Wemer Eisbrenner

DarstellerInnen:
Winnie Markus (Gretl)
Heidemarie Hatheyer (Fita)
Gustav Fröhlich (Wilhelm)
Gretl Schörg (Rita)
Wilfried Seyferth (Paul Fänger)
Albert Florath (Dr. Stichnot)
Rudolf Platte (Karl Dewoka)
Hans Schwarz Jr. (Walter Welling)
Gustl Busch (Freifrau von Königsfeld)
Lotte Rausch

Produktion: Junge Film-Union, Rolf Meyer, Hamburg- Bendesdorf
Produktionsleitung: Helmuth Volmer
Aufnahmeleitung: Fritz Anton
Drehzeit: Oktober – Dezember 1949
Außenauftahmen: Hamburg und Umgebung
Atelier: Bendestorf
Länge: 2648m :97 Min.
Erstverleih: National-Filmgesellschaft mbH;
Zensurdahrm: 16.2. 1950 (FSK)
Uraufführung: 14.3.1950, Berlin-West (Kiki)

Dem Film lag der Roman „Das vergnügliche Leben der Doktorin Löhnefink“ von Konrad Beste zugrunde,
der bereits mit einer Auflage von 400.000 Exemplaren erschienen war. Von der Verfilmung des Stoffes versprach man sich einen kommerziellen Erfolg. Unter dem Pseudonym „Lustigh“ verfasste Gustav Fröhlich das Drehbuch und spielte gleichzeitig die männliche Hauptrolle. Seine Partnerinnen waren Winnie Markus und Heidemarie Hatheyer.

Der Film startete in Bendestorf gleichzeitig mit 13 UNTER EINEM HUT. Da dieser in die Bendestorfer Studios kommen sollte, wurde das Ausflugslokal „Waldburg“ im nahen „Kleckerwald“ zum Ausweichatelier für DIESER MANN GEHÖRT MIR. Die Außenaufnhamen fanden in Hamburg und Umgebung statt.

Der Film wurde am 15. Februar 1950 einer FSK-Prüfung unterzogen und ab 16 Jahren mit dem Zusatz „nicht feiertagsfrei“ freigegeben. Allerdings unter Schnittauflagen. Diese Schnitte bezogen sich auf bestimmte Dialoge, die nach Ansicht der FSK-Prüfer in unzulässiger Weise erotische Anspielungen enthielten. Im Einzelnen wurde folgendes beanstandet:

„In der Verführungsszene zwischen Markus und Platte auf dem Bett bei den Worten:

  1. ‚Bitte greifen Sie doch zu, Herr Deboka.‘
    Das dazugehörige Bild braucht an dieser Stelle nicht geschnitten zu werden.
  2. ‚Himmlich, hm, nur mehr, himmlich ‚
    Das dazugehörige Bild braucht nicht geschnitten zu werden
  3. ‚Wie köstlich sie sich anfühlen‘ bis ‚das war nicht abgemacht‘, einschließlich der dazu gehörigen Bilder „

Die JFU bestätigte, daß „wir die von Ihnen gewünschten Kurzungen inzwischen vorgenommen ( ) haben „

Die Uraufführung des Films erfolgte am 14. März 1950 im Kiki in Berlin. Die Einspielergebnisse des Films blieben hinter den Erwartungen zurück.


Vgl. Peter Stettner: Vom Trümmerfilm zur Traumfabrik. Die „Junge Film-Union“ 1947 – 1952. Hildesheim 1992, S. 108f

 

 

„Der Kampf zweier Frauen um einen Mann – mit den Mitteln eines anspruchslosen Lustspiels ausgetragen. Konventionelle leichte Unterhaltung.“ So urteilt der Filmdienst.

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