Autoren-Kino

Hans-Christoph Blumenberg, ehemals Filmkritiker der „Zeit“, inszeniert seinen dritten Spielfilm DER MADONNA-MANN (1987) in Bendesdorf. Marius Müller-Westernhagen kommt hier als Held ider Willen einemkunstversessenen Gangsterboss auf die Schliche und kann, obwohl selbst von Killern gejagd, einen Mord verhindern. Die Presse beurteilt den Film ihres früheren Kollegen kritisch: „Leider erweist er sich auch in seinem dritten Werk mehr als Filmkenner, denn als –könner.“ (Stuttgarter Zeitung)

Christoph Böll widmet sich mit SISI UND DER KAISERKUSS (1991) einem Thema, das dank Ernst Marischkas SISSI-Trilogie mit Romy Schneider bereits Generationen von Kino- und Fernsehzuschauern ans Gemüt ging: dem Leben der Kaiserin von Österreich. Der Plan Bölls, nun die „wahre Geschichte der SISI zu verfilmen, sorgt für Wirbel. Auf Zeitungsannoncen melden sich über 10.000 Bewerberinnen, die die Nachfolge von Romy Schneider antreten wollen. Vanessa Wagner gehört nicht zu ihnen, sie wird durch Zufall vom französischen Co-Produzenten entdeckt. Böll versteht den Film jedoch nicht als Remake, sondern geht ironisch der Frage nach, warum sich Kaiser Franz Joseph nicht mit der für ihn bestimmten Helene, sondern mit ihrer kleinen Schwester verliebt. „Der Franz Joseph war eine Flasche“, lautet Bölls Antwort. Sein Prinz (Nils Tavernier) ist ein Mama-Söhnchen voller Frauenkomplexe. Die schöne Helene (Sonja Kirchberger) beängstigt ihn, während die kindliche Sisi nur einen „Kaiserkuss“ verlangt.

Regisseurin Petra Haffter und Hauptdarsteller Anthony Perkins bei Dreharbeiten zu DER AMNN NEBENAN in Bendestorf

Petra Haffter inszeniert in den Bendestorfer Ateliers den Thriller DER MANN NEBENANN/A DEMON IN MY VIEW (1991) mit dem PSYCHO-Star Anthony Perkins. Arthur Johnson (Perkins) führt seit zwanzig Jahren in einem Londoner Mietshaus in psychopathisches Doppelleben. Ein neuer Mieter (Uwe Bohm), der nicht nur ebenfalls Johnson heißt, sondern auch noch eine Doktorarbeit über Psychopathen schreibt, löst eine Katastrophe aus. Es ist die vorletzte Filmrolle von Anthony Perkins (…). Das Studio erhält den Zuschlag, weil es neben den Ateliers der Münchener Bavaria und dem Studio Babelsberg als einziges über die nötige Bauhöhe für eine Treppenhauskulisse verfügt.

 

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