Der Tod ist ein Meister aus Deutschland

Unter dem Thema „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ beschäftigen wir uns mit  dokumentarischen Filmen und untersuchen, wie sie den Holocaust thematisieren und Fragen nach Ursachen, Bedingungen und Folgen beantworten – oder auch nicht!

An anderer Stelle widmen wir uns dem Thema aus anderen Perspektiven. Unter dem Titel „Darstellung des Undarstellbaren“ beschäftigen wir uns mit internationalen Spielfilmen, die prägen die Vorstellung vom Holocaust nachhaltig prägten und  stark die Diskussion über die Darstellung des Undarstellbaren beeinflusst haben.

Schließlich beschäftigen wir uns mit den deutschen Spielfilmen der unmittelbaren Nachkriegszeit.  Wie thematisieren diese Filme die grauenvollen Vebrechen, die gerade erst geschehen waren?


Die Filme

Dokumente und Beiträge


Die halbstündige Dokumentation „Nacht und Nebel“ des französischen Nouvelle Vague-Regisseurs Alain Resnais gilt als eine der gelungensten KZ-Dokumentationen überhaupt. Sie veranschaulicht anhand von Archiv-, Foto- und –Filmmaterial die Entstehung der Konzentrationslager, den Lageralltag, die gezielte Vernichtung der Lagerinsassen, ihre Überlebensstrategien und schließlich die Befreiung durch die Alliierten.

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Mein Kampf ist ein Dokumentarfilm über den Aufstieg Adolf Hitlers und die Diktatur des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 in Deutschland und – nach 1939 – weiteren während des Zweiten Weltkriegs vom NS-Regime besetzten Gebieten Europas.

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Der neuneinhalbstündige Film „Shoah“ berichtet unter völligem Verzicht auf Archiv-Material von der Vernichtung der europäischen Juden. In langen Interviewsequenzen befragt Claude Lanzmann Überlebende, Zeugen und Täter, während seine Kamera die Orte der Vernichtung aufsucht und Gedenkstätten oder die Spuren zeigt, die die Lager in der Landschaft hinterlassen haben. Eine Off-Kommentierung gibt es nicht. 

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Der Film beleuchtet die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung nach der Machtübernahme Hitlers und versucht, Antworten auf die arbeitshypothetische Frage zu finden, warum es so wenig Widerstand in der Bevölkerung gab. Hildebrandt berichtet von selbstlosen Versuchen jüdischer Menschen, Widerstand gegen die Nazis zu leisten, und zeigt Bilder der sogenannten Reichskristallnacht. Auch mit den scheinbar friedlichen Zuständen im Warschauer Ghetto von 1940 bis zum Aufstand im Frühling 1943 beschäftigt sich der Film.

Bergen-Belsen zum Beispiel (1985)

„Bergen-Belsen zum Beispiel“ ist ein Dokumentarfilm von Jürgen Corleis, der hauptsächlich britisches Filmmaterial von der Befreiung des Lagers Bergen-Belsen und den Wochen danach durch spätere Interviews mit Überlebenden sowie einem britischen Soldaten und einem jüdischen Kameramann ergänzt.

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Die halbstündige Dokumentation „Die Lüge und der Tod“ untersucht zwei jeweils fünfminütige Filmdokumente von 1941, die aus dem Stadtarchiv Stuttgart stammen: Der erste Film trägt den programmatischen Titel „Lebensmittel-Sonderverkaufsstelle für Juden in der ehemaligen Gastwirtschaft zum Kriegsberg“, der zweite zeigt Stuttgarter Juden, die vor dem Abtransport auf dem Gelände der ehemaligen „Reichsgartenschau“ konzentriert wurden.

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Die Dokumentation beschreibt den Bahnhof Berlin-Grunewald als Ausgangspunkt der Deportation der jüdischen Gemeinde Berlins in den Tod. Dabei kommen Zeitzeugen und Überlebende zu Wort. Der Fokus liegt auf der Zeit von Oktober 1941 mit Beginn der Deportation der Berliner Juden bis Juni 1943 mit der Auflösung der jüdischen Gemeinde. 

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