Adel – Bürgertum – Arbeiterklasse

Gesellschaft im Kaiserreich

In der Gesellschaft des Kaiserreichs waren die Klassengegensätze stark ausgeprägt. Adel und Militär verfügten über eine dominierende Rolle in Staat und Gesellschaft. Im Zusammenhang mit der dynamischen industriellen Entwicklung entwickelten sich aber auch die Klassenwidersprüche. Das Bürgertum forderte, ausgehend von seiner ökonomischen Macht, mehr politische Rechte und eine wachsende Arbeiterklasse forderte politische und soziale Gleichheit. Unter dem Thema „Adel – Bürgertum -Arbeiterklasse“ widmen wir uns den Klassenauseinandersetzung der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.

Die Adelsherrschaft erfordert den Untertanen, der willig seine Aufgaben erfüllt und nichts in Frage stellt, der nach oben buckelt und nach unten tritt. Einige der hier ausgewählten Filme entlarven diesen Untertanengeist, anndere erzählen von den Opfern von Ausbeutung und politischer Willkür und vom zunehmenden Aufbegehren der Arbeiterklasse dagegen in Streiks und politischen Manifestationen.


Die Filme

Beiträge und Dokumente


Die beiden umfangreichen Dokumentarfilme verarbeiten zweitgenössische Bilder und Dokumente und kreieren daraus ein Bild der Berliner Gesellschaft der sog. Kaiserzeit.

 

Dieser Berlin-Film zeigt Bilder der Stadt zur Kaiserzeit. Thematisiert wird das Leben der Menschen nicht nur in den wohlhabenden Stadtvierteln, sondern auch in den Arbeiterbezirken.
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Wie lebten die Menschen in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg? Das Kaiserreich war geprägt durch Widersprüche und Umbrüche: Die Großstädte wuchsen, einerseits prägten neue Freiheiten, andererseits katastrophale soziale Zustände den Alltag der Kaiserzeit. Filmaufnahmen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen der Ära Wilhelm II. veranschaulichen das Leben der Menschen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
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Die hier ausgewählten Filme thematisieren Alltag und Kampf der Arbeiterklasse. BRÜDER entstand in einer Zeit, in der sich  die große Gesellschaftskrise der Weimarer Republik abzeichnete und Arbeitskämpfe um die Errungenschaften der Revolution an der Tagesordnung waren. Der Film DIE BUNTKARIERTEN entstand unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg und hat die Erfahrungen des Faschismus  mit verarbeitet.

 

Hochbaum vergegenwärtigt in seinem ersten Spielfilm, der mit finanzieller Unterstützung des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten und Juristen Herbert Pardo entsteht, den Hamburger Hafenarbeiterstreik von 1896/1897. Ein Marx-Zitat führt in den Film ein, der sich selbst als Versuch versteht, »mit einfachen Mitteln einen proletarischen Film zu schaffen«. Am Ende stehen die Niederschlagung und ein Trotzdem, das über das Filmbild an Macht gewinnt. (eb – Filmarchiv)

Deutsche Geschichte von 1884 bis 1949 aus der Perspektive einer Berliner Arbeiterfamilie. Die Entwicklung einer Arbeiterfrau vom politisch uninteressierten Dienstmädchen zur Kämpferin gegen Krieg und Faschismus.
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Der Verfilmung des Romans aus dem Jahr 1914, dem Vorabend des Ersten Weltkriegs, liegen 1951 die Erfahrungen und die Verarbeitung des Faschismus und von zwei Weltkriegen  zugrunde.

 

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1951 verfilmte Wolfgang Staudte in der Produktion der DEFA den 1914 erschienen satirisch-sozialkritischen Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann, der das autoritär-nationalistische Klima des ausgehenden Wilhelminischen Kaiserreiches karikierte. Erzählt wird der Aufstieg des obrigkeitshörigen Diederich Heßling, dessen Lebensweg von Rücksichtslosigkeit und Opportunismus geprägt ist. 
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Dokumente
  • Franz Mehring: Nach dem Hamburger Ausstande. In: Die Neue Zeit, 10.02.1897

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